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Baugenehmigung

Mit der schriftlichen Erteilung der Baugenehmigung durch die untere Bauaufsichtsbehörde erhält der Bauherr die Berechtigung eines zuvor mit Abgabe eines Bauantrags beantragten Bauvorhabens. Sie wird dem Bauherrn zusammen mit der Ausfertigung der genehmigten Bauvorlagen zugestellt und mit der Zustellung wirksam. Diese ist oftmals mit Auflagen und Bedingungen (Nebenbestimmungen) behaftet und sie gilt zumeist vier Jahre. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden. Die Baugenehmigung ist durch die Möglichkeit des Widerspruchs und der Klage durch den Bauherren anfechtbar.

Die Baugenehmigung nach Bauordnung

Die Baugenehmigung ist zu erteilen, wenn dem Vorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen (siehe Landesbauordnung Bayern). Sie bedarf der Schriftform; sie ist nur insoweit zu begründen, als von Nachbar schützenden Vorschriften befreit oder abgewichen wird und der Nachbar der Befreiung oder Abweichung nicht zugestimmt hat. Die Baugenehmigung gilt auch für und gegen den Rechtsnachfolger des Bauherrn. Diese wird unbeschadet der privaten Rechte Dritter erteilt. Das Baugenehmigungsverfahren umfasst die Zeitspanne zwischen der Abgabe des Bauantrags durch den Bauherren bei der Gemeinde und den Zeitpunkt der Erteilung einer Baugenehmigung. Zur Bearbeitung und Entscheidung über den Antrag hat die Gemeinde 2 Monate Zeit.

Die durchschnittliche Dauer eines Baugenehmigungsverfahrens liegt bei ca. 3 - 6 Monaten

Sie haben nun eine Baugenehmigung erhalten! Was bedeutet das für Sie?

Grundsätzlich besteht bei üblichen Baugenehmigungen keine Verpflichtung für den Bauherrn, das geplante Bauvorhaben ausführen zu müssen.

Die Baugenehmigung gilt 4 Jahre. Innerhalb dieser Zeit müssen Sie mit den Bauarbeiten begonnen haben. Diese 4 Jahre bedeuten für Sie, dass Sie vor Rechtsänderungen geschützt sind und Sie Ihr Bauvorhaben in diesem Zeitraum unverändert ausführen dürfen. Vor Zugang der Baugenehmigung Termin darf mit der Bauausführung einschließlich des Baugrubenaushubs nicht begonnen werden.

Vor Baubeginn muss die Grundfläche der baulichen Anlage abgesteckt und ihre Höhenlage festgelegt sein. Die Bauaufsichtsbehörde kann verlangen, dass Absteckung und Höhenlage von ihr abgenommen oder die Einhaltung der festgelegten Grundfläche und Höhenlage nachgewiesen wird. Baugenehmigung und Bauvorlagen müssen an der Baustelle von Baubeginn an vorliegen.

Der Bauherr hat den Ausführungsbeginn genehmigungsbedürftiger oder anzeigebedürftiger Vorhaben und die Wiederaufnahme der Bauarbeiten nach einer Unterbrechung von mehr als drei Monaten mindestens eine Woche vorher der Bauaufsichtsbehörde schriftlich mitzuteilen.

Die Behördliche Abnahme

Der Begriff Abnahme bezeichnet verschiedene Vorgänge mit unterschiedlichen rechtlichen Wirkungen Abnahme von‚Bauleistungen an Gebäuden und Gebäudeteilen durch das Bauordnungsamt oder beteiligten Genehmigungsbehörden.

Beispiele: Schnurgerüstabnahme, Abnahme von Teilbestimmungen der statischen Konstruktion durch den Prüfstatiker, Abnahme von brandschutztechnischen Einrichtungen durch Brandschutzamt, ...

Drei Stationen zur Baugenehmigung

Station 1

Vorbereitung und Planung

Station 2

Bauantragstellung

Station 3

Genehmigungsverfahren
  • Ideen in Zahlen und
    Fakten umsetzen
  • Vorplanung
  • Finanzierung
  • Fachberatung
  • Honorarvereinbarung
    mit Architekten
  • Fachplaner einschalten
  • Planung aktualisieren
  • Bauherrn auf mögl. Schwierigkeiten hinweisen
  • Beratungsgespräch über die Zulässigkeit des Vorhabens
Bauherr:
  • Unterlagen für den Bauantrag vorbereiten
  • Vom Architekten und Fachplaner gezielt über den Verfahrensablauf informieren lassen und Fristen setzen
Planer/Architekt:
  • Architektenleistung mit dem Bauherrn vertraglich festlegen
  • Finanziellen Leistungsumfang dem Bauherrn mitteilen
  • Checkliste mit den erforderl. Unterlagen erstellen
Genehmigungsbehörde:
  • Beratung über die erforderl. Unterlagen und Nachweise
  • Anzahl der Antragsunterlagen in der Zahl der beteiligten Ämter erstellen
  • Genehmigungsstand in gewissen Zeitabständen abfragen
  • Information über den Stand des Genehmigungsverfahrens
  • Technische Nachweise insbes. Brandschutz rechtzeitig einreichen
  • Teilgenehmigung beantragen, soweit sinnvoll
  • Vollständigkeitsprüfung
  • Beteiligung der Fachbehörden
  • Baugenehmigung